Sonntag, 7. August 2016

Lehrlingsmisere – Sind die Mütter schuld?

Die Betriebe fänden keine Lehrlinge, die Jugendlichen keine Lehrstelle. Das liege auch an den Eltern, die doch nur das Beste für ihre Kinder wollen, schreibt der «Blick».

Margrit Stamm, Professorin für Erziehungswissenschaft, sagt: «Unsere Studien zeigen, dass Mütter bedeutsamer sind als Väter, Coaches oder Ratgeber». Dies habe Folgen für die Berufswahl. «Mütter blenden die realistischen Fähigkeiten und Interessen, aber auch die Schulmüdigkeit oder die handwerklichen Talente ihrer Kinder mehrheitlich aus», so Stamm. Eltern würden sich auf ein Maximum von vier Berufen konzentrieren. Meist solche mit «Image-Faktor».

«Die Eltern sollten die Berufswahl der Kinder viel entspannter angehen!» Viele Eltern würden die Berufsorientierung nicht als Prozess ansehen, sondern «als Umsetzungsphase ihrer eigenen Vorstellungen». Den Kindern stünden auch nach der Lehre alle Möglichkeiten offen. Die Durchlässigkeit sei etwas vom Besten überhaupt am Schweizer Bildungssystem.

Im Anschluss an die obligatorische Schulzeit habe ich eine Berufslehre absolviert. Heute verfüge ich auch über einen akademischen Abschluss als Executive Master of Science in Communications Management. Ich bin der lebende Beweis für die erwähnte Durchlässigkeit.

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